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www.aachener-zeitung.de vom 27.11.2007

Tage der Poesie mit faszinierenden Sprachbildern

Würselen. Wahre Schätze gibt es immer wieder bei den von dem Würselener Lyriker Christoph
Leisten initiierten «Tagen der Poesie» im Alten Rathaus zu entdecken. Solche Juwelen führten auch die
zwei Autorinnen im Gepäck mit, die jetzt ihre Gedichte vorstellten.

Die Aachenerin Klára Hurková (45) und Julia Weiteder-Varga (61) aus Herzogenrath faszinierten ihr
Publikum mit kunstvollen, in Verse gekleideten Sprachbildern. Große Aufmerksamkeit war der
gebürtigen Tschechin und der seit 1980 in Deutschland lebenden Ungarin leider nicht vergönnt.

Die, die nicht dabei waren, haben auf jeden Fall ein packendes Literatur-Erlebnis verpasst. Das gilt
nicht nur deshalb, weil wohl nur Wenige wissen, wie die tschechische und wie die ungarische Sprache
sich überhaupt anhören. Es ging in Würselen aber nicht nur darum, Gedichte in ihrem originalen
Wortlaut kennen zu lernen - Hurková und Weiteder-Varga schreiben schließlich auch unmittelbar auf
Deutsch. Vielmehr stellte sich das direkte Vis-à-Vis im kleinen Kreis als das eigentlich Bestechende
jenes Abends heraus.

Denn die beiden Autorinnen handeln von großen Gefühlen. Klára Hurková erzählt mit hörbaren
Zäsuren im Fluss der Worte vor allem von der Liebe, zieht die Hörer (oder Leser) ihre Worte tiefer
hinein, sinkt immer tiefer in die von ihr geschaffenen Bilder oder gleitet an deren Oberfläche entlang.
Ähnlich berührend: die von Hurková übersetzten und in der Anthologie «Schlüsselsammlung»
zusammengefassten Werke befreundeter Dichter. Julia Weiteder-Varga hingegen erinnert sich noch
immer gerne ihrer ungarischen Heimat: Ihre Sprache fließt breit dahin, ganz so wie Donau und Theiß
durchs Land der Madjaren.

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